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Fanras, der Fuchs

Fanras, der Fuchs
Zukunft braucht Herkunft
und lebt von der Geschichte


                            Ingeborg Lauwaßer

FanrasSagen und Märchen sind ein Quell unserer heimatlichen Geschichte und gehören zum ältesten Kulturgut des Volkes. Unsere Vorfahren erzählten sich von Gespenstern, sonderbaren Menschen, geheimnisvollen Tieren und merkwürdigen Ereignissen.
Die Vermenschlichung der Tiere, reale Ortsangaben verbunden mit übernatürlichen, unglaubhaften Begeben-
heiten sind der Wesenskern einer Sage. Durch persönliche Wahrnehmung und objektive Geschehen entsteht der Eindruck einer realen Begebenheit. So streift „Fanras, der Fuchs" über die Insel Werder und vermag durchaus zu sprechen, ein Müllerbursche entdeckt das Geheimnis seines Meisters, in der Bumbalücke trieb ein Gespenst sein Unwesen und Kobolde waren durchaus Helfer im Haus.  Was sich nicht erklären lässt, dem  haftet - damals wie heute - die Faszination des Unheimlichen an.


Karsten Brätz hat die Illustrationen zu dem Büchlein gemacht, eine Lesevergnügen für Klein und Groß.


Das Buch ist zu bestellen in unserem Shop 

"Artayo" Nur allzu menschlich von Gerold Paul

Werder (Havel) - Katzenkrimis mag es viele geben, aber nicht so einen wie „Artayo" von Ingeborg Lauwaßer. Auf 120 Seiten erzählt sie von einer verlassenen Abtei, darin allerlei verwahrloste und von den Wesen auf zwei Beinen geschundene Katzen, die in einer Art Kommune leben. Der Handlungsort könnte Britannien sein, vielleicht aber auch Werder, Heimatstadt der Autorin, die schon mehrere Bücher zur Lokalgeschichte, aber auch das herrliche Buch von den Zwieseln (PNN berichteten) geschrieben hat.


Manchmal sehen Abteien ja ganz anders aus, als man denkt. Egal, die Geschichte beginnt, wie es sich gehört, mit Finsternis, Grollen und bleischweren Wolken. Die Kater Fogh und Scumbag waren gerade auf dem Heimweg, als ein Blumen-bemaltes Auto mit quietschenden Bremsen hielt und ein lebendes Etwas entsorgte, mitten im Regen, auf dunkelster Landstraße. Blut aus allen Rohren, gebrochene Knochen, ein Jammer. Die beiden bringen die arme Kreatur zu einem der Gründungsväter dieser Katzen-Kommune, zu Apodrecer, Arzt und Apotheker in einer Person.


Der flickt ihn einigermaßen zusammen, doch ein Hinken bleibt zurück. Damit ist der Fremde, Pilger genannt, in bester Gesellschaft, denn bei der Personage, von Fogh bis Santos, von Aurea bis Grace hat man es mit einem „zusammengewürfelten Haufen Strandgut" zu tun, oft mehr tot als lebendig, doch stets der Liebe begierig. Da tut es Not, sich um Geburtenkontrolle zu kümmern, eine Sache für die Kastraten. Und natürlich wird auch getrauert und beerdigt, was Flash vorbehalten ist, weil der so schöne Reden halten kann, zum Heulen. Artayo, der Titelheld, wird erst spät eingeführt. Dafür obliegt es ihm, als aufkeimendem Jungkater, das Rätsel und die zahlreichen Morde zu erschnüffeln. Außerdem ist er ja unsterblich in Aurea verliebt.

In diesem locker und spannend geschriebenen Buch geht es höchst menschlich zu, man liebt und hurt, intrigiert und verheimlicht, bis man bei den lebendig gezeichneten Figuren durchaus von Menschen im Katzenfell sprechen kann. Die echten Zweibeiner machen es dem Viehzeug ja auch nicht leicht, einen Kater haben sie mit Benzin übergossen und angezündet, ein anderer wurde als Lebendfutter für Hundekämpfe gefangen. Das war Pilger, den man eingangs halbzerrissen per „Blumenkutsche" entsorgte.

Und dann gibt es das Geheimnis um eine uralte Truhe in Apodrecers Labor, die mit dem Welt- und Menschenfrieden in Zusammenhang gebracht wird. Sieben Schlüssel soll sie haben.

Als ein Mord nach dem anderen geschieht, dämmert Artayo ein Zusammenhang mit den gründungs-väterlichen Schlüsselbesitzern...

Auf dem Kirchturm kämpft der mutige Jungkater dann gegen den Mörder. Doch damit nicht genug, Ingeborg Lauwaßer findet auf den letzten Seiten mehrere Möglichkeiten, den Leser ins Retardieren zu bekommen, denn der Tod des Mörders ist längst nicht das letzte Geheimnis, und nicht das Ende der Geschichte.

Die Autorin kann hervorragend schildern. Lakonischer Ton, eine leichte Sprache, die trefflich ins Alltägliche geht, erotische Anspielungen, höchst kätzische Betrachtungen über das Menschenleben, Humor auf der einen Seite (wie missmutig der alte Fogh über Katzenmamas und Katzenkinder spricht), kein leichtes Hineinkommen ins Sujet am Anfang, aber das wird Katzenkrimi-Freunde nicht davon abhalten, dieses vergnügliche Broschur in ihre Sammlung aufzunehmen. 

— Ingeborg Lauwaßer: „Artayo",  Verlag „Havel-Künstler", 117 Seiten, 9,80 Euro

 www.Havel-Künstler.de  im Shop und bei EDEKA (in der Buchabteilung) Brandenburger Str. 151 in Werder (Havel)

Erschienen am 28.04.2016 auf Seite 12, PNN / Potsdamer Neueste Nachrichten, Foto: M. Thomas


Füller der Marke élysée

Füller der Marke élysée
Füller der Marke élysée  -  wahrscheinlich aus der Serie Globetrotter Damascene, 1998-2000

Ein paar Informationen zur Marke élysée aus dem Buch „Scriptum, Die schönsten Schreibgeräte", 1996, Alf Cremers.

Im Dezember 1925 gründete der Goldschmied und Crayonmacher Paul Dummert in Pforzheim einen edelmetallverarbeitenden Betrieb, der sich auf kleine Taschengebrauchsartikel spezialisierte. Dazu gehörten Schreibgeräte, aber auch Zigaretten- und Zigarrenspitzen, Puderdosen und Taschenmesser aus Gold und Silber. Seine Firma wuchs auf 60 Mitarbeiter an, doch im Bombenhagel, der im Zweiten Weltkrieg auch auf Pforzheim niederging, wurde alles zerstört. Dummerts Sohn Reinhold unternahm in den 50er Jahren unter schwierigen Umständen einen Wiederaufbau, doch erst als die Firma am 01.01.1974 in den Besitz von Heinz Benzinger und Wolfgang Klein kam,  ging es wieder bergauf.

Unter den neuen Inhabern, die aus der Uhrenbranche kamen, wurde mit der Herstellung von Schreibgeräten mit veredelten Oberflächen begonnen. Noch produzierte man für internationale Markenartikler, doch der Erfolg, den die Firma Dummert Mitte der 70er Jahre mit Lackschreibgeräten hatte, bestärkte sie darin, den Weg Richtung Eigenmarke zu gehen.

„élysée" war ursprünglich ein Markenname für eine Schreibgerätekollektion, die die Firma Dummert 1981 auf der Frankfurter Messe vorstellte.

1989 wurden endlich die Weichen für eine glorreiche Zukunft gestellt: Die Firma Staedtler übernahm den Vertrieb und schließlich 1991 die gesamte Firma als GmbH.

Das Logo auf dem Clip der Verschlusskappe stellt übrigens ein stilisiertes  „D" wie Dummert dar.

Im Jahr 2000 wurde die Produktion eingestellt. Der Füller ist ohne Zweifel ein Sammlerstück.

Das Schreibgerät war in Benutzung:
Gebrauchsspuren sind vorhanden, an der Feder ist das Metall oxidiert, der Füller lässt sich sehr leicht schließen.
Empfehlenswert für Sammler, hier einen Fachmann zurate zu ziehen.  

Der Füller steht zum Verkauf!
Das o. g. Buch und Adressen von Reparaturwerkstätten werden auf Wunsch mitgeliefert!

Da es diesen Füller nicht mehr gibt und keine Preise zu Vergleichszwecken einzuholen sind, bitten wir bei Interesse um ein Angebot!


Bildergalerie


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Heimat, die ich meine ...

Heimat, die ich meine ...

Heimat, die ich meine ... das bedeutet für jeden etwas anderes.

Für mich ist es die Faszination einer Landschaft, die Schönheit der Insel Werder, die Vertrautheit der Nachbar-schaft.



Bei Wind und Wetter fährt Fischer Mai hinaus auf die Havel, jeden Morgen bei Sonnenaufgang geht er seinem Tagwerk nach. Er liebt das Wasser, die klare Luft und die Ruhe.





Fisch verkauft wird im eigenen Häuschen direkt am Ende der Brücke, die auf die Altstadtinsel führt. Das Geschäft ist eigentlich gar kein Geschäft. Verkauft wird aus der guten Stube heraus; das bedeutet, die Haustür wird geöffnet und die Chefin schiebt die Kühltheke vor. Liebevoll wird dann alles auf- und ausgestellt, was Familie Mai so zu verkaufen hat!

Immer mehr Touristen entdecken das Havelland nicht nur zur Baumblüte, sondern auch, wenn auf dem Wachtelberg die Straußwirtschaft für vier Monate geöffnet wird frei nach dem Motto: „Wenns Sträußchen hängt, wird eingeschenkt"

Selbst ein paar Äpfel ernten, wenn sie wie Gold in der Sonne leuchten - ein Spaß für die ganze  Familie. Einige Obstbauern der Region leben mehr von der Tradition als vom eigentlichen Verdienst. Auf dem Obsthof Deutscher kann der Kunde mit der Übernahme einer Apfelpatenschaft sein Obst im Herbst persönlich ernten. Gesünder und frischer geht es nicht.

Die Insel ist ein Kleinod im Brandenburger Land - gehen Sie auf Entdeckungsreise!

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