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Aus dem Leben der Werderschen

Die Werderschen stehen für eine recht eigenständige Volksgruppe, die sich vom 18. bis 20. Jahrhundert in der Mark zwischen Brandenburg und Potsdam herausbildete. Hervorgegangen aus der Verschmelzung von germanischen und slawischen Erbe, sind sie geprägt durch besondere Lebensformen, mit festen Verhaltensweisen, Normen und einem bestimmten Leumund. Als „Werdersche" bezeichnen sich selbst die seit Jahrhunderten eingesessenen Familien der Bredow, Kagel, Kassin, Lindow, Mai, Rietz, Sandow, Schmalfeld, Zander und wie sie noch alle heißen. Alle anderen - Zugereiste oder Eingeheiratete - bleiben nur „Werderaner".

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Zunächst waren sie Havelfischer, später formte die Werderschen der Wein- und Obstbau. Nicht Bauern, sondern Obstbauer, Weinbergsbesitzer oder gar Obstzüchter zu sein, darauf legten sie Wert. Ihre Lebensweise wurde durch besondere Bedingungen bestimmt. Dazu gehörte Privatbesitz an kleinen, meist handtuchartig von der Straße abgehenden, schmalen Obstparzellen, nach dem Motto: „Vier Morgen Land ernähren eine Familie." Jeder Quadratmeter Boden wurde mit einer Vielfalt von Kulturen intensiv genutzt, deren Ernte auf den Märkten der nahegelegenen Großstädte an den Kunden gebracht werden musste.    

 

Artikel: Dr. Baldur Martin / MAZ 128. Baumblütenfest in Werder / Sonnabend/Sonntag 21./22. April 2007

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