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Woher bekam die Havel ihren Namen?

Eingebettet in eine wunderbare Seen- und Flusslandschaft, umgeben von bewaldeten und blühenden Höhenzügen ist die Havel das zentrale und verbindende Element der Kulturlandschaft Potsdamer Seen.

Der Havellauf hat seinen Quellraum an der Grenze Mecklenburgs und geht von Norden nach Süden bis Berliner Gebiet bei Spandau, wendet sich von den Zauchebergen bei Potsdam nach Westen bis über die Stadt Brandenburg hinaus und nimmt dann die Nordrichtung bis zur Mündung bei Havelberg. Die Havel umschließt das nach dem Fluss benannte Havelland, das nur im Norden durch eine Naturgrenze, die Niederung des Rhins, von der Nachbarlandschaft getrennt ist. Dieser von der Havel begrenzte Raum, ist schon seit dem hohen Mittelalter als Havelant im Jahre 1216 urkundlich erwähnt.  

Die Havel mit ihren Seitenarmen und Nebenflüssen bot seit jeher vielen Menschen aus entfernten Gebieten eine neue Heimat. So reicht die Besiedlung des Havelgebietes zurück bis in die Mittelsteinzeit.  Der Name des Flusses findet sich in frühen Urkunden und Chroniken geistlicher und weltlicher Herrscher. Der älteste Beleg aus dem Jahre 789 bezieht sich auf den Kriegszug Karls des Großen gegen die Wilzen, zu dessen Unterstützung friesische Truppen auf dem Fluss Habola herankamen. Aus dem Jahr 979 stammt ein in Latein verfasster Nachweis: iuxta fluvium Hauela dictum sita (nahe am Fluss, Havel, gelegen). Im 11. Und 12. Jahrhundert sind bezeugt ... iuxta Habolam. inter ...  Havelam, prope Hauelam usw. bis zur deutsch verfassten Urkunde aus dem Jahr 1334: in der Havele. Die älteste Überlieferung des Havel-Namens, seine Ableitung Häveler für die Flussanwohner - in latinisierter Form verbreitet als Heveller, Hevelli, Hehfeldi z. B. in prouincia Heuelon stammt aus dem Jahre 993.

Am mittleren Lauf der Havel sind deren Bewohner zur Zeit der beginnenden schriftlichen Tradition Häveler genannt worden, die die in Latein schreibenden Chronisten in ihrer Schreibweise als Heveller wiedergaben.

Schon der Dichter Theodor Fontane schrieb in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg": „Zu den vielen Eigentümlichkeiten der Havel gehört auch die, dass sie, von Norden kommend, auf dem letzten Drittel ihres Laufes wieder nach Norden fließt. Sie beschreibt also einen Halbbogen und umfängt mit ihrem gekrümmten Arm ein 50 Quadratmeilen großes Land,  das Havelland."

Der Havelfluss ist eine der am stärksten befahrenen Binnenwasserstraßen, verbunden mit dem Wasserstraßennetz sind auch zahlreiche Seen. Die Havel per Boot zu bereisen ist ein Naturerlebnis der besonderen Art!

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