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Ausflug: Schloss Wiesenburg

Ausflug: Schloss WiesenburgEin besonderes Erlebnis ist ein Rundgang durch den 127 Hektar großen Schlosspark.

Der Schlosspark Wiesenburg gilt als das bedeutendste Gartendenkmal zwischen Potsdam und dem Dessau-Wörlitzer Gartenreich.
Er entstand Ende des 19. Jahrhunderts durch den damaligen Schlossherrn Curt Friedrich Ernst von Watzdorf.

Schloss Wiesenburg -  eine Geschichte:

Um 1600 gehörte Schloss Wiesenburg dem Grafen Benno dem Reichen. Der lernte auf einer Reise den berühmten niederländischen Bildhauer Alexander Colin kennen und bat ihn, Schloss Wiesenburg neu zu gestalten. Colin sagte zu, verzierte Mauerwerk und das Portal des Schlosses mit Ornamenten, allerhand Tieren und Fabelwesen.
Er baute um den alten Brunnen ein reich geschmücktes Brunnenhäuschen und hatte ständig neue Ideen.
Der alte Schlosshauptmann Mende, der bisher für die Instandhaltung des Schlosses gesorgt hatte, war darüber verärgert. Von früh bis spät räsonierte er über den modernen Firlefanz und behauptete, das Schloss werde von Colin verschandelt. Der Bildhauer ließ sich nicht stören und spottete über den altmodischen Schlosshauptmann. Mende sann auf Rache. Bald bot sich dafür eine Gelegenheit. Colin unternahm einen Ausflug nach Wittenberg. Spät in der Nacht kehrte er zurück. Es regnete in Strömen. Völlig durchnässt stand der Bildhauer vor der hochgezogenen Zugbrücke und bat um Einlass. Schlosshauptmann Mende schaute aus dem Fenster, lachte schadenfroh, als er den Frierenden sah, klappte das Fenster zu und legte sich schlafen. Colin fluchte und tobte, aber niemand ließ die Zugbrücke herab. Colin blieb nichts weiter übrig, als sich in einen Hauseingang zu stellen, wo er Schutz vor dem Unwetter fand. Dort musste er bis zum nächsten Morgen warten. Lange nach Tagesanbruch ließ der Schlosshauptmann die Zugbrücke herab. Colin ging mit einem kurzen Gruß vorbei, als wäre nichts gewesen. Doch die Vergeltung ließ nicht lange auf sich warten. Ein paar Tage hörte man Colin in seiner Werkstatt eifrig arbeiten. Dann erschien er eines Morgens und ordnete an ein Gerüst vor der Schlossbrücke zu errichten. Behutsam trug er in Tüchern gehülltes zur abgerundeten Spitze des Torbogens hinauf. Längst hatte sich Neugierige eingefunden, gespannt beobachteten sie was Collin vorhatte. Der Bildhauer wickelte vorsichtig die Tücher ab und stellte eine Figur oben auf das Tor. Einen Augenblick glaubten die Leute ihren Augen nicht zu trauen. Dann begannen sie zu lachen. Tatsächlich, das war der Schlosshauptmann Mende in Ritterrüstung mit Lanze und Schild! Der Bildhauer hatte ihn genau getroffen. Nur hatte er aus dem stattlichen Mann ein Männeken gemacht. Mende war darüber so erbost, dass er vom Schlag getroffen wurde und tot umfiel. Das Männekentor steht noch heut.  

Information Schloss Wiesenburg - Rundgang -

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