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Respekt bezeichnet eine Form der

 Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Ehrerbietung gegenüber einem anderen Lebewesen!


Freundlich und kompetent tritt mir die Werderanerin Kathrin Wilk bei unserem Gespräch entgegen. Seit Jahren engagiert sie sich in Sachen Tierschutz, die Liebe zum Tier hat sie in frühester Kindheit kennengelernt. Oma hatte sieben Schäferhunde und ihr Vater war Ausbilder für diese beliebte Hunderasse.

Als sie vor einigen Jahren in die Havelauen zog, waren einige Katzen auf der Suche nach einem Zuhause. Oft hat man keine Wahl; Kater Karlo ernährte sich von Resten, die er in Papierkörben fand, seinem Kumpel Merlin erging es nicht viel besser. Frau Wilk entging die Not der Tiere nicht, und so fanden sie eine neue Bleibe - wahrhaft Glück gehabt. Söckchen und Madame Puschel vervollständigen das Quartett. Alle Tiere verstehen sich gut, gemeinsames Leid schafft Toleranz.

Kathrin Wilks Tochter ist als Tierärztin in Niedersachsen tätig und unterstützt ihre Mutter mit Rat und Tat. Die Arbeit im Tierschutz wurde für Frau Wilk zum Selbstläufer, doch sie lässt sich vor keinen Karren spannen - wichtig ist ihr, selbst zu entscheiden, wie, wem und wann sie helfen möchte. So engagiert sie sich für den Berliner Katzenschutz e.V., der in Glindow ein Haus hat, das Tierheim Brandenburg, den Gnadenhof Belzig und viele mehr.

Die verschiedenen Träger von Heim, Tafel und Gnadenhof sind untereinander vernetzt und helfen sich aus.    

Klare Worte findet sie, wenn es um den illegalen Handel mit Welpen geht. Für diese skrupellosen Banden zählt nur der Profit und nicht das Lebewesen. Wie so oft wird der Handel bestimmt durch Angebot und Nachfrage. Jeder Einzelne, der sich dafür entscheidet, auf dem Polenmarkt, der Autoraststätte oder wo auch immer ein Tier zu kaufen, unterstützt damit den illegalen Welpenhandel. Der Mensch steht sich hier oft selbst im Weg, und so leistet Frau Wilk Überzeugungsarbeit, klärt auf und schafft das notwendige Verständnis in Sachen Tierschutz. 

Ich frage, ob sie sich nicht manchmal wie Sisyphos, der König zu Korinth, fühle, dessen Name zum geflügelten Wort für eine Tätigkeit ohne absehbares Ende wurde. Ja, so sei es wohl, denn Tierschutz ist keine Momentsache. Tiere wollen 365 Tage im Jahr versorgt sein. Das bedeutet für Frau Wilk: ständig im Einsatz. Partner und Sponsoren zu suchen und zu besuchen, um dringend benötigte Spenden abzuholen und weiter zu verteilen. In Werder ist der Norma Supermarkt sehr kooperativ, der Drogeriemarkt in den Havelauen ebenso wie in Babelsberg der Hellweg-Baumarkt. Auch die Tierärztin in den Havelauen Inga Vetrella-Paare hilft, wo sie kann.   

Mensch und Tier bilden seit Menschengedenken eine Gemeinschaft, das geliebte Haustier ist Ansprechpartner und Seelentröster. Die steigende Altersarmut macht es auch vielen Rentnern schwer, sich selbst und ihr Tier zu versorgen.

Um Hilfe leisten zu können, sind Vereine auf Spenden angewiesen. Hierbei handelt es sich nicht nur um Futterspenden, auch Sachspenden jeder Art sind gefragt. Die Liste in Facebook war lang, und so hatte ich dann auch etwas im Kofferraum, was dankbar angenommen wurde.

Um den Bedarf zu decken, wird folgendes gebraucht:

Futter, Leckerlis, Leinen, Geschirre, Näpfe, Medikamente, Handtücher, Decken, Badezimmermatten, Körbchen, Spielzeug

Geldspenden sind immer willkommen - für medizinische Notfälle beispielsweise oder für den Unterhalt des Fahrzeugs, mit dem Spenden eingesammelt und verteilt werden

Waschmittel, Lappen, Schwämme, Desinfektionsmittel

Katzenstreu, Boxen, Kratzbäume

 
Wenn viele Menschen nur einen kleinen Beitrag leisten, bedeutet dies eine enorme Hilfe für den Einsatz von Frau Wilk und allen Tierschützern, - rettern und -versorgern.
 
Juli 2016

 

 

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