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Ausflug Alpakahof Deetz

Ausflug Alpakahof Deetz
Sie sind anmutige Geschöpfe, heißen Manolo, Herr Nero oder Kuckupi eine chilenische Stute, die als Erste auf den Hof kam. Herr Nero ist ein Suri Alpaka, Rosario ein Huacaja, der erstgeborene Alpakahengst und eines ist allen gemeinsam: sie tragen einen ausgefallenen Haarschnitt und schauen mit seelenvollen dunklen Augen neugierig in die Welt.

Angefangen hatte alles im Jahr 2006. Tierische Rasenmäher wurden für 10.000 Quadratmeter gesucht und die Wahl fiel auf drei Guanakos aus einem verarmten Zirkus in Chemnitz. Ihre friedliche und sanfte Ausstrahlung hatte Hartmut Winter überzeugt. Sie anzusehen, ihr Wesen zu erspüren - es war Liebe auf den ersten Blick. 

Im Jahr 2016, zum 10-jährigen Geburtstag, bereicherten die gewachsene Herde zwei neue Bewohner. Ein fünf Wochen altes Guanako namens Eva und ein gerade mal sieben Tage altes Alpakababy.

Guanakos, Lamas und Alpakas gehören alle zur Familie der Kamele. Sie leben in Südamerika. Für den Laien sind sie nicht leicht zu unterscheiden und sehen irgendwie alle gleich aus. Dabei sind Lamas und Guanakos die größten und stärksten der Andenkamele. Lamas werden deshalb als Lastenträger genutzt. Während Guanakos auf dem Rücken hellbraun und am Bauch weiß gezeichnet sind, kommen beim Lama sämtliche Farben vor. Ihre Gesichter sind meist grau-schwarz gefärbt. Wenn sie belästigt werden, die Rangordnung klarstellen wollen oder einen aufdringlichen Artgenossen auf Distanz halten möchten, ist allen eines gemeinsam: sie spucken! Allerdings werden Menschen eher selten bespuckt, nur wenn sich die Tiere geärgert oder bedroht fühlen. 

Alpakas sind die kleine Version der Lamas, sie tragen dichtes weiches Fell, selbst Kopf und Hals sind dicht von Haar umgeben. Ihre Wolle ist im Vergleich zu Schafwolle viel wärmer, äußerst fein und mit geringem Fettgehalt. Die Wolle wird das Gold der Inkas genannt - die Faser ist hohl wie ein Strohhalm, die Luft kann darin zirkulieren - dadurch entsteht ein Wärmeaustausch, sie ist atmungsaktiv und für Allergiker geeignet.

Es gibt zwei Unterarten, das Huacaya Alpaka und das Suri Alpaka. Herr Nero, ein Suri Alpaka - er wurde mit der Flasche aufgezogen - ist etwas ganz Besonderes. Sein Haar, das in geraden Strähnen am Tier herabhängt, hat einen wunderschönen, seidigen Glanz. Seine Wolle ist hauchzart, fein und trotzdem wärmend. Alpakas sind soziale Tiere und fühlen sich in der Herde am wohlsten. Als Pflanzenfresser ernähren sie sich fast ausschließlich von Gräsern. Sie haben einen dreiteiligen Magen, der das Verdauen der Pflanzennahrung erleichtert. Liebevoll bezeichnet mancher Besucher sie als „steilen Zahn", denn das vorstehende Gebiss lässt den Gedanken an eine Hexe aufkommen. Doch weit gefehlt: Die sanften Riesen haben im Oberkiefer keine Zähne, sondern eine Kauplatte und werden daher nur mit der flachen Hand gefüttert. Sie sind Begleiter fürs Leben, denn sie erreichen ein stolzes Alter von 20 bis 25 Jahren.

Auf dem Willeminenhof werden die Alpaka im Mai jährlich geschoren. Die Rohwolle wird, durchgekämmt und gesäubert, in eine brandenburgische Wollmühle gebracht, wo diese zu feinem Garn gesponnen wird. Dann entstehen in Handarbeit Mützen, Handstulpen, Socken u.v.m., die im Hofladen oder über die Homepage Alpaka Erlebnisfarm Willeminenhof  im Shop angeboten werden.    

Das Konzept von Familie Winter für ihre Gäste ist denkbar einfach: Ankommen, entschleunigen und in Ruhe zu sich selbst finden. Das gelingt bei einer Wanderung mit den Alpakas. Mit viel Geduld und Zeit wurden sieben Tiere daran gewöhnt, am Halfter zu laufen. Ihre Körperhaltung ist meist erhaben, wohl wissend, es gibt nichts Vergleichbares. Besuchergruppen können sich unter Anleitung von Ulrike Winter mit den außergewöhnlichen Begleitern auf eine Wanderung in die Natur begeben. Die Tiere zu händeln bedarf es Fingerspitzengefühls und Vertrauen, Vertrauen zum Tier und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Ein Erfolgserlebnis für Kinder ist der Alpakaführerschein. Kommen Kinder auf den Hof und gehen auf die Weide zur Herde, müssen sie sich ganz auf die Tiere einlassen. Ein Abenteuer, welches sie ruhig und geerdet werden lässt.

Ob Kindergeburtstag, Besuch von Kindern aus Kitas oder Schulen, Besuch von Menschen aus sozialen Einrichtungen mit ihren Gästen oder Firmenevents: Veranstaltungen jeglicher Art werden nach Absprache und Möglichkeit ausgerichtet.

Dazu gibt es, neben den Tieren auf dem Gelände des Willeminenhofs, etwas ganz Besonderes: eine mongolische Jurte. Ihr Korpus bestehend aus einem Scherengitter, in dessen Mitte sich aus hohen Säulen der Dachkranz erhebt. Stangen bilden die Verbindung, sie werden mit Lederriemen festgezurrt. Die Hülle der Jurte, viele Lagen Filz, fertigen die Mongolen schon seit jeher aus der Wolle ihrer Kamele. Der Eingang der Jurte, der immer nach Süden zeigt, wird durch eine Tür verschlossen, wohingegen die Mongolen eher dichte Filzdecken nutzen.

Die Jurte bietet Platz für 25 Personen. Wenn das Wetter mal nicht so mitspielt, ist hier der ideale Ort, um sich bei einem heißen Getränk wieder aufzuwärmen.   

Möchten Sie diese einzigartigen Tiere erleben und in der Natur Energie auftanken, sind Sie auf dem Alpakahof herzlich eingeladen.

Da es keine festen Öffnungszeiten gibt, wird um Voranmeldung gebeten. Jeder Termin ist speziell Ihnen und Ihren Gästen vorbehalten.

Alpaka-Erlebnisfarm Willeminenhof  
Ulrike & Hartmut Winter
Zum Königsberg 14550 Groß Kreutz  
Tel.: 0152 - 33 80 55 80
E-Mail: winterulrike@ymail.com

www.alpaka-erlebnisfarm.de  




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